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Peugeot e-3008, elektrisches SUV-Fastback

Foto: Alexander-93 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

23. Oktober 2026 · 12 Min. Lesezeit

Peugeot e-3008 Wertverlust: 48,0 Prozent Restwert

48,0 Prozent nach 36 Monaten bei 20.000 km pro Jahr – bester Wert unter den Elektro-Peugeots und fünf Punkte besser als beim baugleichen Opel Grandland.

Für den Peugeot e-3008 gibt es einen belegten Prognosewert: 48,0 Prozent Restwert nach 36 Monaten bei 20.000 Kilometern pro Jahr, gemessen am Händlerverkaufspreis an privat. Das ist der höchste Wert unter den Elektro-Peugeots – und rund fünf Punkte besser als beim baugleichen Opel. Gleichzeitig ist die Gebrauchthistorie kurz: Das Auto wird erst seit Mai 2024 ausgeliefert. Was es trotzdem schon gibt, sind Angebotspreise und ein sehr deutlicher Vorgänger.

Marktstart und Neupreis

Bestellbar war der e-3008 ab November 2023 zu 48.650 Euro in der Ausstattung Allure mit 73-kWh-Batterie, die GT-Version kostete 53.450 Euro. Marktstart war Februar 2024, die Auslieferung begann im Mai 2024. Basis ist – wie beim Opel – die Konzernplattform STLA Medium.

Die Long-Range-Version mit 97 kWh und 231 PS startete bei rund 52.750 Euro und ist mit 701 Kilometern WLTP die interessanteste Variante der Baureihe; die EV Database rechnet mit etwa 500 Kilometern Praxisreichweite. Später kam der Dual Motor 325 AWD mit 239 kW, allerdings nur mit der kleinen 73-kWh-Batterie. Nach einer Preisrunde im Februar 2026 beginnt die Liste bei 48.900 Euro.

Wichtiger als die Liste ist auch hier der real erzielbare Preis. Peugeot gibt 2026 einen Eigenrabatt von 5.000 Euro auf den e-3008 und nennt zusammen mit der neuen staatlichen Kaufprämie Gesamtvorteile von bis zu 12.500 Euro. Leasing beginnt bei 229 Euro im Monat (36 Monate, 10.000 Kilometer pro Jahr, 5.000 Euro Sonderzahlung). Jeder Gebrauchtwagen konkurriert gegen dieses Niveau, nicht gegen 48.900 Euro.

Was der Gebrauchtmarkt aktuell zeigt

Die folgenden Zahlen sind Angebotspreise vom Oktober 2026 – einzelne Fahrzeuge beziehungsweise Portalspannen, keine Verkaufspreise und kein gerechneter Durchschnitt.

VarianteErstzulassung / kmListe → AngebotAbstand
e-3008 210 GT09/2024 / 6.172 km53.450 € → 35.990 €≈ 32,7 %
e-3008 210 GT12/2024 / 20.652 km53.450 € → 35.990 €≈ 32,7 %
e-3008 AllureBaujahr 202448.650 € → ab 32.288 €≈ 33,6 %
e-2008 GT (Vorgänger)Baujahr 2020, rund 6 Jahre40.750 € → 13.426 – 17.316 €58 – 67 %

Die beiden GT-Fahrzeuge sind der aufschlussreichste Datenpunkt: identischer Angebotspreis von 35.990 Euro, aber 6.172 gegenüber 20.652 Kilometern. Rund 14.500 Kilometer Unterschied schlagen sich im Preis nicht nieder. Der Abstand von etwa 17.460 Euro zur GT-Liste entspricht rund 700 Euro pro Monat in 25 Monaten.

Was das bedeutet: Der Wertverlust des e-3008 kommt in dieser frühen Phase fast vollständig aus dem Neuwagenmarkt – Rabatt, Förderung, Leasingkonditionen – und kaum aus der Nutzung. Der Kilometerstand wird erst bei höheren Laufleistungen zum Preishebel; in dieser Stichprobe ist er es nicht. Zur Systematik siehe Wertverlust-Tabelle nach Jahren.

Kurze Historie – und was der Vorgänger zeigt

Zweieinhalb Jahre Marktpräsenz sind zu wenig für eine belastbare Fünfjahreskurve. Deshalb lohnt der Blick auf den e-2008, der seit Februar 2020 verkauft wird. Dessen GT-Version kostete neu 40.750 Euro. Im Oktober 2026 liegen Angebotspreise für Baujahr 2020 zwischen 13.426 und 17.316 Euro. Gegen den GT-Listenpreis sind das 58 bis 67 Prozent Verlust in rund sechs Jahren.

Zwei Einordnungen dazu. Erstens: Diese Spanne umfasst mehrere Ausstattungen, der Basis-e-2008 kostete weniger als die GT-Version – der echte Durchschnittsverlust liegt also etwas niedriger. Zweitens haben diese Käufer den Umweltbonus erhalten, ihr tatsächlicher Einstandspreis war deutlich geringer. Für den e-2008 enthält die AUTO-BILD-Prognosetabelle im Übrigen keinen Wert – diese Lücke lässt sich nicht schließen.

Was sich aus derselben Tabelle ablesen lässt, ist das Muster bei französischen Elektromodellen: Der e-208 steht bei 42,9 Prozent, der Verbrenner-208 bei 53,9 Prozent. Das sind elf Punkte Abstand innerhalb derselben Baureihe. Beim Rifter ist es noch drastischer – 64,3 Prozent für den Verbrenner gegen 50,4 Prozent für die Elektroversion. AUTO BILD schreibt dazu, die Bestseller erreichten gute Werte, „allerdings nicht in den E-Versionen, die wesentlich tiefer liegen“. Der e-3008 ist mit 48,0 gegen 49,7 Prozent beim Verbrenner-3008 die große Ausnahme: nur 1,7 Punkte Abstand.

Prognose: unsere Einschätzung

Annahmen: Erstzulassung 2026, e-3008 Einstiegsversion mit 73 kWh (48.900 Euro Liste), 15.000 Kilometer pro Jahr, erster Halter, mittleres Ausstattungsniveau. Hergeleitet aus den belegten 48,0 Prozent – nach oben korrigiert, weil die Prognose mit 20.000 statt 15.000 Kilometern pro Jahr rechnet, nach unten gewichtet wegen des 5.000-Euro-Eigenrabatts und der neuen Kaufprämie, die beide das Neupreisniveau senken:

  • Nach 3 Jahren: 46 bis 52 Prozent Restwert, also rund 22.500 bis 25.400 Euro. Verlust 23.500 bis 26.400 Euro oder etwa 650 bis 730 Euro pro Monat.
  • Nach 5 Jahren: 33 bis 39 Prozent Restwert, also rund 16.100 bis 19.100 Euro.

Das ist eine Spanne, kein Punktwert, und für die Fünfjahresmarke ausdrücklich unsere Einschätzung – belegt ist nur der Dreijahreswert. Zum Vergleich: DAT nennt für dreijährige Elektroautos 51,5 Prozent und für Benziner 62,7 Prozent, der Gesamtmarkt liegt nach bähr & fess bei 64 bis 66 Prozent nach drei und 52 bis 56 Prozent nach fünf Jahren. Mehr dazu unter Elektroauto-Wertverlust und E-Auto gegen Verbrenner.

Modellzyklus, Technik und der Plattformbruder

Ein Facelift ist nicht angekündigt. Der relevante Bruch innerhalb der Baureihe ist die Batteriegröße: Fahrzeuge mit 73 kWh stehen gegen die Long Range mit 97 kWh und 701 Kilometern WLTP. Da Reichweite beim Gebrauchtkauf eines Elektroautos das stärkste Nachfragekriterium ist, dürfte die große Batterie ihren Aufpreis besser halten als die Allradversion, die ausschließlich mit der kleinen Batterie erhältlich ist.

Der Opel Grandland Electric ist der technische Zwilling: gleiche Plattform, gleiche Akkugrößen, gleicher Motor. In den Prognosen stehen 48,0 Prozent für den Peugeot gegen 42,7 Prozent für die Modellreihe Grandland. Die beiden Werte stammen aus Ausgaben vom Juni 2026 und Dezember 2025, liegen also ein halbes Jahr auseinander – und der Opel-Wert gilt für die gesamte Modellreihe, nicht nur für die Elektroversion. Trotzdem bleibt die Richtung klar: In Euro behält der Peugeot rund 23.500 Euro, der Opel rund 20.200 Euro. Für den Zweitmarkt zählt offensichtlich nicht nur die Technik, sondern auch Rabattkultur und Markenbild.

Die direkten Rivalen

ModellEinordnungEinstiegspreis
VW ID.4 / ID.518.584 Zulassungen Jan–Sep 2026, ID.4 Pure40.580 €
Škoda Enyaq24.344 Zulassungen Jan–Sep 2026, 60 Essence43.490 €
Opel Grandland Electricgleiche Plattform, 73 kWh Edition47.350 €
Peugeot e-3008Einstieg nach der Preisrunde Februar 202648.900 €

Preislich ist der e-3008 der teuerste in diesem Feld. Der Škoda Enyaq unterbietet ihn um über 5.000 Euro und verkauft sich mit 24.344 Zulassungen deutlich besser, der VW ID.4 und ID.5 liegt noch darunter. Beide haben allerdings einen hohen Flotten- und Leasinganteil, der über Rückläufer Angebotsdruck erzeugt. Der französische Konzernnachbar Renault Scénic E-Tech startet bei 37.590 Euro und ist damit die direkte Preisalternative aus Frankreich. Die Einordnung aller meistverkauften Modelle steht in der Übersicht zum Wertverlust der beliebtesten E-Autos.

Für Käufer und Verkäufer

  • Als Käufer gegen den Aktionspreis rechnen. Mit 5.000 Euro Eigenrabatt und bis zu 6.000 Euro Kaufprämie liegt ein Neuwagen schnell unter 40.000 Euro – ein Gebrauchter muss deutlich darunter bleiben.
  • Long Range vorziehen. 97 kWh und 701 Kilometer WLTP sind das Argument, nach dem Gebrauchtkäufer suchen. Die 73-kWh-Version verliert gegen sie an Attraktivität.
  • Laufleistung ist derzeit kein Preishebel. Die Stichprobe zeigt identische Preise bei 6.172 und 20.652 Kilometern – verhandele über Ausstattung und Garantie, nicht über den Kilometerstand.
  • Als Verkäufer früh handeln. Solange Peugeot Eigenrabatte in dieser Höhe gibt, sinkt die gesamte Gebrauchtpreisebene mit. Zum Timing siehe bester Zeitpunkt zum Verkaufen.
  • Batteriezustand und Restgarantie ins Inserat. Das sind bei einem zwei Jahre alten Elektroauto die beiden Zahlen, die über die Standzeit entscheiden.

Quellen

  • AUTO BILD, Restwert-Prognose Peugeot (Juni 2026) – 36 Monate bei 20.000 km/Jahr, Händlerverkaufspreis an privat: e-3008 48,0 %, 3008 Verbrenner 49,7 %, e-5008 48,4 %, e-208 42,9 %, 208 53,9 %, 2008 51,2 %, 308 47,3 %, Rifter 64,3 % gegen Rifter Elektro 50,4 %. Einen Datenlieferanten nennt der Artikel nicht; für den e-2008 enthält die Tabelle keinen Wert
  • AUTO BILD, „Opel-Restwertprognose“ (Dezember 2025) – Schwacke, gleiche Methodik, Grandland 42,7 % für die Modellreihe
  • ecomento.de, November 2023 – e-3008 ab 48.650 € bestellbar (Allure, 73 kWh), GT 53.450 €; Marktstart Februar 2024, Auslieferung ab Mai 2024
  • Herstellerangaben und EV Database – Long Range 97 kWh ab rund 52.750 €, 170 kW/231 PS, 96,9 kWh nutzbar, 701 km WLTP, geschätzte Praxisreichweite rund 500 km; Dual Motor 325 AWD mit 239 kW nur mit 73 kWh; Preisrunde Februar 2026, Einstieg ab 48.900 €
  • Peugeot Deutschland 2026 – 5.000 € Eigenrabatt auf den e-3008, Gesamtvorteil bis 12.500 € inklusive staatlicher Förderung, Leasing ab 229 €/Monat bei 36 Monaten und 10.000 km/Jahr
  • AutoScout24, Angebotspreise Oktober 2026 – e-3008 210 GT mit EZ 09/2024 und 6.172 km für 35.990 €, e-3008 210 GT mit EZ 12/2024 und 20.652 km für 35.990 €, Allure ab 32.288 €; Gesamtspanne Baujahr 2024 von 32.424 bis 53.578 €
  • Portalübersicht Oktober 2026 zum Vorgänger e-2008 – Baujahr 2020 zwischen 13.426 und 17.316 €; GT-Listenpreis bei Markteinführung Februar 2020: 40.750 €
  • Bundesregierung und Verbraucherzentrale – soziale E-Auto-Kaufprämie seit Januar 2026, Basis 3.000 €, bis 6.000 € nach Einkommensstaffel, Anträge ab etwa Mai 2026
  • DAT-Report 2026 und bähr & fess – Elektro 51,5 % und Benzin 62,7 % nach drei Jahren, Gesamtmarkt 64 bis 66 % nach drei und 52 bis 56 % nach fünf Jahren
  • KBA, Januar bis September 2026 – Škoda Enyaq 24.344, VW ID.4/ID.5 18.584 Neuzulassungen

Alle Gebrauchtzahlen sind Angebotspreise, keine Verkaufspreise, und die Portalspannen enthalten einen unbekannten Ausstattungsmix. Belegt ist der Dreijahreswert von 48,0 Prozent samt Methodik; die Fünfjahresspanne und die Korrektur auf 15.000 Kilometer pro Jahr sind unsere Einschätzung. Wie du daraus einen Wert für dein konkretes Fahrzeug ableitest, steht unter Restwert berechnen.

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